Die ganze Vielfalt der Bildungswege im Diakonie-Kolleg Hannover ist am Samstag möglichen neuen Schüler:innen vorgestellt worden bei einem Tag der offenen Tür. Ungefähr 200 Gäste informierten sich beim Team des Diakonie-Kollegs, den Lehrer:innen, der Schulsozialarbeiterin und vor allem bereits aktiven Schüler:innen und konnten sich so einen Eindruck von den Räumen, der Stimmung und der Schule insgesamt verschaffen.
Ein gutes Beispiel für die vielen Möglichkeiten an der Schule ist Fiona Saalbach aus Pattensen. Sie machte zunächst ihre Fachoberschule am Diakonie-Kolleg und jetzt die Ausbildung zur Sozialpädagogischen Assistentin, ursprünglich mit dem Ziel später Sozialpädagogik zu studieren. Am Diakonie-Kolleg gefiel es ihr sehr gut und auch die Arbeit in der Kindertagesstätte machte ihr Spaß. Darum will sie nun möglichst ab Sommer noch die Erzieher:innenausbildung am Diakonie-Kolleg beginnen und wird so am Ende sechs Jahre dort gewesen sein mit drei Ausbildungsabschnitten. „Die Atmosphäre an der Schule ist schön – alle duzen sich“ erzählt sie begeistert und informierte am Tag der offenen Tür auch interessierte, mögliche neue Schüler:innen, die dann ab August hier starten würden.
Neben der Fachoberschule Gesundheit und Soziales Klasse 11 und 12, werden jeweils schulgeldfrei Sozialpädagogische Assistent:innen, Erzieher:innen und Heilpädagog:innen mit Schwerpunkt Motopädie ausgebildet. Letztere Ausbildung ist in der Form einzigartig in Deutschland. Ein weiterer großer Schwerpunkt ist die Ausbildung zur Pflegeassistent:in oder Pflegefachfrau/-mann. Hier konnten die Besucher:innen, die z.T. mit ihren Eltern kamen, auch mal beim Vater Blutdruck messen oder die Pflegepuppe kennenlernen, die atmet, zwinkert und realistische Pflegesituationen nachahmen kann. An ihr kann man zunächst Skills üben, bevor es an echte Patient:innen geht. Lehrerin Yasmin Richter erzählte auch, dass sie schon mal einen „Room of Horror“ aufbauen, wo Spritzen neben Kaffeetassen liegen oder der Schwerkraftkatheter zu hoch liegt. Schüler:innen müssen dann alle Fehler finden. „So versuchen wir Spaß in den Theoriealltag zu bekommen“ sagte sie.
Auch Träger:innen der praktischen Ausbildung hatten Infostände in den Räumlichkeiten aufgebaut, weil auch sie an den potentiellen Auszubildenden und späteren Kolleg:innen interessiert sind. So informierten zum Beispiel die Kinderladeninitiative, das Deutsche Rote Kreuz, die Katholische Kirche, die Städte Laatzen und Hannover über ihre Arbeit. Die eigenen internen Praxisträger der Dachstiftung Diakonie, waren mit Vertreter:innen der Jugendhilfe- und Altenhilfeeinrichtungen ebenso vor Ort.
Neben Infos gab es auch Muffins und Donuts, Kuchen und Waffeln zur Stärkung in einer kleinen Cafeteria, die liebevoll durch Schüler:innen geführt wurde. Mit dem eingenommenen Geld unterstützen die Klassen einzelne ihrer Mitschüler:innen bei der Finanzierung der Klassenfahrt, damit wirklich jede:r teilnehmen kann.
